Wird geladen

Regionale Tomaten für den Rhein-Lahn-Kreis?! Tomaten aus der Region: Geschmack, Vielfalt und kurze Wege

Könnten künftig Tomaten direkt im Rhein-Lahn-Kreis angebaut und über den regionalen Lebensmitteleinzelhandel angeboten werden? 

Rhein-Lahn-Kreis. Tomaten gehören zum Sommer wie Sonne, Garten und der Urlaub. Sie wachsen in vielen Gärten, auf Balkonen und in kleinen Gewächshäusern. Die Tomate ist das Lieblingsgemüse der Deutschen – vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Schritt weiterzudenken?! Gemeint ist kein fertiges Großprojekt und auch kein Versprechen, das heute schon eingelöst werden kann. Gemeint ist eine Idee, die wachsen könnte – gemeinsam mit regionalen Gärtnereien, landwirtschaftlichen Betrieben, Direktvermarktern, Gastronomie, Verbrauchern und dem örtlichen Lebensmittelhandel.

Eine Idee, die in die Region passt

Mit der Übernahme von rheinlahner.de WIR! Im Rhein-Lahn-Kreis durch Marina Schuster und ihrem REWE-Markt in Katzenelnbogen besteht künftig eine besondere Verbindung zwischen regionaler Berichterstattung und regionaler Vermarktung. Marina Schuster unterstützt mit ihrem REWE-Markt in Katzenelnbogen aktiv seit Jahren regionale Produkte und kleine Wirtschaftskreisläufe. Sie möchte Direktvermarkter aus dem Rhein-Lahn-Kreis und der näheren Umgebung bei der Vermarktung unterstützen.

Genau hier könnte auch ein regionales Tomatenprojekt ansetzen:

Tomaten aus dem Rhein-Lahn-Kreis könnten angebaut, sichtbar gemacht und – wenn Qualität, Menge und Preis stimmen – über z. B. den REWE-Markt in Katzenelnbogen angeboten werden. Noch ist das eine Idee. Aber eine Idee mit einem möglichen Abnehmer, mit regionalem Bezug und mit einer Plattform, die darüber berichten und interessierte Menschen zusammenbringen kann.

Vom Anbau bis ins Regal

Damit aus der Idee ein verlässliches Angebot wird, müssten mehrere Partner zusammenarbeiten:

Ein landwirtschaftlicher Betrieb oder eine Gärtnerei übernimmt den Anbau.

Geeignete Sorten werden für die regionalen Bedingungen ausgewählt.

Der REWE-Markt in Katzenelnbogen könnte als möglicher Vermarktungspartner dienen.

rheinlahner.de könnte die Entwicklung journalistisch begleiten.

Verbraucherinnen und Verbraucher könnten durch ihre Nachfrage zeigen, ob ein solches Angebot dauerhaft interessant ist.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den Markt von heute auf morgen vollständig mit regionalen Tomaten zu versorgen. Ein erster Schritt könnte eine kleine Testfläche sein. Vielleicht mit wenigen Sorten, einer begrenzten Erntemenge und einer klaren Kennzeichnung: „Tomaten aus dem Rhein-Lahn-Kreis“. So ließe sich prüfen, ob Anbau, Ernte, Verpackung, Lieferung und Verkauf praktisch funktionieren.

IMG_9751-scaled Regionale Tomaten für den Rhein-Lahn-Kreis?! Tomaten aus der Region: Geschmack, Vielfalt und kurze Wege
Regionale Tomatenvielfalt zukünftig im Rhein-Lahn-Kreis?!

Saisonaler & regionaler Tomatenanbau statt ganzjähriger Anspruch auf ständige Verfügbarkeit

Tomaten brauchen Wärme, Licht und einen geschützten Standort. Im Freiland können sie in der Regel erst nach der Frostgefahr, häufig ab Mitte Mai, gepflanzt werden. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz empfiehlt einen sonnigen und möglichst geschützten Standort.

Ein regionales Tomatenprojekt müsste deshalb zunächst vor allem ein saisonales Angebot sein. Möglich wären beispielsweise:

Tomaten aus dem Freiland mit Regenschutz.

Anbau in unbeheizten Folientunneln.

Kleine Gewächshauskulturen bei bestehenden Gärtnereien oder Landwirten, die schon Erfahrung in der Direktvermarktung gesammelt haben oder in die Direktvermarktung einsteigen möchten.

Alte und besondere Sorten neben bekannten Standardsorten.

Verkauf während der regionalen Erntezeit von Sommer bis Frühherbst.

Gerade die saisonale Begrenzung könnte ein Vorteil sein. Tomaten würden dann angeboten, wenn sie hier wachsen und unter natürlichen Bedingungen reifen können.

IMG_5035-scaled Regionale Tomaten für den Rhein-Lahn-Kreis?! Tomaten aus der Region: Geschmack, Vielfalt und kurze Wege
Die Ananas-Tomate aus regionalem Anbau im Rhein-Lahn-Kreis?!

Geschmack und Aroma aus der Nachbarschaft

Eine Tomate, die in der Region angebaut und kurze Zeit später verkauft wird, muss nicht für eine lange Reise geerntet werden. Das schafft bessere Voraussetzungen für eine längere Reife an der Pflanze und damit für ein ausgeprägtes Aroma. Dabei könnte der regionale Anbau mehr bieten als die klassische rote Salattomate. Weltweit gibt es mehr als 3.000 Sorten – von kleinen Kirschtomaten bis zu großen Fleischtomaten, in Rot, Gelb, Orange, Grün, Violett oder fast Schwarz. Ein regionales Sortiment könnte deshalb auch ein Stück Sortenvielfalt sichtbar machen und z. B. alte Tomatensorten erhalten. Vielleicht findet sich darunter eine Tomate, die später mit dem Einrich, dem Lahntal oder dem Rhein-Lahn-Kreis verbunden wird.

Regional erzeugt und regional vermarktet

Die Verbindung zum REWE-Markt in Katzenelnbogen wäre dabei von besonderer Bedeutung. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann gute Tomaten anbauen – aber er braucht auch einen verlässlichen Weg zum Kunden.

Der regionale Lebensmitteleinzelhandel könnte:

regionale Produkte dauerhaft sichtbar machen,

größere Kundengruppen erreichen,

die Nachfrage besser einschätzen,

Erzeuger und Verbraucher zusammenbringen,

und aus einem einzelnen Versuch ein regelmäßiges Angebot entwickeln.

Ob das letztendlich gelingen kann, hängt von vielen Faktoren ab: von der Qualität, der verfügbaren Menge, dem Preis, der Lieferfähigkeit und der Bereitschaft der Kunden, regionale Tomaten regelmäßig zu kaufen. Deshalb wäre es wichtig, von Anfang an ehrlich und vorsichtig vorzugehen. Nicht jede Ernte wird gleich gut ausfallen. Wetter, Krankheiten und Arbeitsaufwand können den Anbau beeinflussen. Ein regionales Produkt braucht außerdem einen Preis, der sowohl für die Kundschaft nachvollziehbar als auch für den Erzeuger wirtschaftlich tragfähig ist.

IMG_5257-scaled Regionale Tomaten für den Rhein-Lahn-Kreis?! Tomaten aus der Region: Geschmack, Vielfalt und kurze Wege
Regionale Tomatenvielfalt…

Auch ökologisch interessant

Saisonale, regional angebaute Tomaten können eine interessante Alternative zu frischen Tomaten aus beheizten Gewächshäusern außerhalb der Saison sein. Orthomol nennt für saisonal in Deutschland angebaute Tomaten einen CO₂-Fußabdruck von etwa 0,3 Kilogramm CO₂-Äquivalenten pro Kilogramm. Für Tomaten aus beheizten deutschen Gewächshäusern außerhalb der Saison werden dort etwa 2,9 Kilogramm angegeben.

Diese Zahlen ersetzen keine genaue Bewertung eines konkreten Betriebs. Denn auch die Anbauweise, Bewässerung, Verpackung, Kühlung und Transport spielen eine Rolle. Sie zeigen aber, warum ein regionales und saisonales Angebot grundsätzlich interessant sein kann.

Außerhalb der Tomatensaison könnten eingekochte, passierte oder getrocknete Tomaten aus der Erntezeit eine sinnvolle Ergänzung sein.

Ein mögliches Modell für den Rhein-Lahn-Kreis

Vielleicht könnte ein regionales Tomatenprojekt in drei kleinen Schritten beginnen:

1. Interessierte finden

Gärtnereien, Landwirte oder Direktvermarkter im Rhein-Lahn-Kreis könnten prüfen, ob sie sich einen Versuchsanbau vorstellen können.

2. Gemeinsam planen

Gemeinsam mit Marina Schuster und dem REWE-Markt in Katzenelnbogen könnten Sorten, Mengen, Lieferzeiten und Verkaufsmöglichkeiten besprochen werden.

3. Öffentlich begleiten

rheinlahner.de könnte den Anbau vom ersten Pflanzen bis zur Ernte begleiten und darüber berichten. So würden nicht nur die Tomaten sichtbar, sondern auch die Menschen und die Arbeit dahinter. Die Übernahme von rheinlahner.de durch Marina Schuster könnte dadurch eine ganz praktische regionale Zusammenarbeit hervorbringen: Anbau, Vermarktung und Berichterstattung würden sich ergänzen.

Eine Einladung an die Region

Noch ist es eine Idee, eine Vision, ob und in welcher Form ein solches Projekt entsteht. Genau deshalb ist es wichtig, zunächst miteinander zu sprechen. Gibt es im Rhein-Lahn-Kreis Betriebe, die Tomaten anbauen oder ihren Anbau erweitern möchten? Gibt es z. B. Gärtnereien mit geeigneten Flächen? Gibt es Gastronomen, Hofläden oder weitere Märkte, die regionale Tomaten abnehmen würden? Und wie groß ist das Interesse der Kunden? Marina Schuster, der REWE-Markt in Katzenelnbogen und rheinlahner.de könnten gemeinsam dazu beitragen, aus diesen Fragen einen konkreten Austausch entstehen zu lassen. Der erste Schritt wäre vielleicht eine kleine Anfrage, ein Gespräch oder ein Versuchsanbau.

Regionale Tomaten müssen nicht sofort in großen Mengen verfügbar sein. Vielleicht beginnt es mit wenigen Pflanzen, einer ersten Ernte und der Bereitschaft, Erfahrungen zu sammeln. Aber wenn Anbau, Vermarktung und regionale Kommunikation zusammenfinden, könnte daraus im Rhein-Lahn-Kreis etwas Besonderes entstehen: ein Produkt, das hier wächst, hier verkauft wird und von Menschen aus der Region getragen wird.
Marina Schuster ist unter folgender Rufnummer erreichbar: 06486 / 900600 oder per E-Mail unter: Marina.Schuster@rewe-kaufleute.com

Von Andy Walther
Fotos © 2026 by Andy Walther

PS: Die Vielfalt der verschiedenen Tomatensorten – in Aroma, Geschmack und dem Aussehen – erscheint mit Weltweit rund 3000 Sorten schier unendlich. Darunter viele alte und erprobte Tomatensorten die unbedingt erhalten bleiben sollten und das geht nur durch deren Anbau.

Kommentar abschicken